2.3. Unterordnung in der Dreieinigkeit als Vorbild für die Familie
So wie die Dreifaltigkeit nur durch Unterordnung eins ist, können auch wir Einheit nur durch gegenseitige Unterordnung und Gehorsam herstellen. Jesus proklamierte: „denn sie sollen eins sein, wie wir eins sind, ich in ihnen und du in mir“ (Joh 17,22 f.). Wie Jesus mit dem Vater eine Einheit bildet, ist daher der Maßstab für unsere Gemeinschaften. Unsere Familien und christlichen Gemeinschaften sollen gekennzeichnet sein durch Unterordnung und Gehorsam im Geist des Dienens:
- „Einer ordne sich dem andern unter in der gemeinsamen Ehrfurcht vor Christus.“ (Eph 5,21)
- „Ihr Frauen, ordnet euch euren Männern unter wie dem Herrn (Christus); denn der Mann ist das Haupt der Frau, wie auch Christus das Haupt der Kirche ist;“ (Eph 5,22 f.)
- „Ihr Männer, liebt eure Frauen, wie Christus die Kirche geliebt und sich für sie hingegeben hat“ (Eph 5,25)
Für viele hört es sich heute rückständisch und nicht mehr zeitgemäß an, dass Frauen sich ihren Ehemännern unterordnen sollen. Das liegt einerseits an einer Anpassung an den Zeitgeist sowie an einer tausende von Jahren andauernden Unterdrückung beziehungsweise Benachteiligung des schwächeren Geschlechts. Andererseits könnte es als ein Zeichen von Schwäche angesehen werden, nachzugeben oder gar zu dienen.
In Gottes Augen ist es ein Zeichen von Demut, Liebe und Gottebenbildlichkeit. Es ist im Übrigen erlaubt und auch biblisch korrekt, wenn ein Mann sich seiner Frau unterordnet (vgl. Eph 5,21). Aber für den Fall, dass es zu keiner Einigung kommt und niemand nachgibt, soll die Frau die Notbremse ziehen und einlenken – vorausgesetzt, der Wille des Partners stimmt mit den Geboten Gottes überein. Wie heißt es im Volksmund so schön: „Der Klügere gibt nach.“ Damit der Mann seine Rolle als Familienoberhaupt ausüben kann, braucht er freilich eine gewisse Führungspersönlichkeit. Unsere Kultur scheint voll starker Powerfrauen zu sein, aber wo ist die Schulter, an die Frau sich anlehnen kann?
Das oberste Ziel für Christen, die Jesus nachfolgen wollen, ist es nicht, stets sich durchzusetzen oder Recht haben zu wollen, sondern zu aller Zeit Versöhnung, Friede und Einheit. Das sollen wir Christen uns auf die Fahnen schreiben.
Aber warum sind beständiger Friede und Einheit so wichtig?